Latein-Unterricht einer anderen Art am Pestalozzi-Gymnasium Guben

///Latein-Unterricht einer anderen Art am Pestalozzi-Gymnasium Guben

Latein-Unterricht einer anderen Art am Pestalozzi-Gymnasium Guben

2019-01-23T10:49:39+00:0020. Januar 2019|Projekte 2019|0 Comments

Einen etwas anderen Latein-Unterricht erlebten die Lateinschüler der Klassen 10, 11 und 12 in der zweiten Schulwoche des Jahres.

Die 10. Klasse beteiligte sich am europaweiten Wettbewerb EUROCLASSICA – European Certificate for Classics. Seit dem Jahr 2010 existiert dieser mehrsprachige Wettbewerb, beidem es gilt in nur 40 Minuten einen lateinischen Text zu übersetzen und dann 40 Fragen zum Text, zur Grammatik und zur europäischen Kultur zu beantworten. Die besten Leistungen zeigten Lilly und Cassandra, die sich auf das Certificate in GOLD freuen können und weitere neun Schüler, die das Certificate in SILBER bzw. BRONZE erhalten werden. Das Gubener Gymnasium beteiligte sich zum zweiten Mal an diesem Wettbewerb.

Die erfahrenen Lateinschüler der 11. und 12. Klassen hörten einen Akademievortrag des Landes Brandenburg. Frau Dr. Ehmig referierte in Ex undhopp: Amphoren – Einwegbehälter (und ihr Recycling) in der römischen Antike über ein ganz spezielles Gebiet der römischen Archäologie. Sie selbst ist die Arbeitsstellenleiterin des Akademievorhabens „Corpus Inscriptionum Latinarum“ der Berlin – Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und forscht zu den Themen Archäologie, Römische Geschichte (Wirtschaft und Müll) und Epigraphik.
In einem 100minütigen Vortrag beschrieb sie Ausgrabungsstellen, welche Transportwege es in der Antike gab und wie die circa 30 kg schweren Amphoren transportiert wurden. Anhand von Aufschriften,der Form der Amphoren und Resten der einzelnen Inhalte konnten die Archäologen belegen, welchen Weg die Behälter nahmen und wofür sie eingesetzt wurden. Interessant war es zu erfahren, dass es sich bei den Amphoren um Einwegbehälter handelte. Ihre Entsorgung führte zu riesigen und im Falle von Rom heute noch sichtbaren Müllbergen, war jedoch nur eine Art, sich der Behälter zu entledigen. Vielfach wurden sie dagegen sinnvoll und kreativ weiterverwendet. Die Referentin Frau Dr. Ehmig hatte einige Reste von
antiken Amphoren mitgebracht, mit denen sie ihren Vortrag lebendig werden ließ.

Am 11. März 2019 wird auch noch ein Akademievortrag für die 10. Klassefolgen. Dieser steht dann unter dem Thema Rufus est – das Römische Reich und die lateinischen Inschriften und wird von Marcus Dohnicht, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Akademie, gehalten.

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